Gerich­te kür­zen über­höh­te Mahn­kos­ten – so ver­mei­den Sie Über­ra­schun­gen bei der For­de­rungs­bei­trei­bung
Offe­ne Rech­nun­gen sind für vie­le Pra­xen und Unter­neh­men ein Dau­er­är­ger. Doch wer mit Mahn­kos­ten zu groß­zü­gig umgeht, ris­kiert im Streit­fall Kür­zun­gen. Ein aktu­el­les Urteil zeigt: Gerich­te erken­nen pau­scha­le Mahn­kos­ten in der Regel nur bis zu 2,50 € pro Mah­nung an. Was bedeu­tet das kon­kret für Ihr Mahn­we­sen – und wie gehen Sie rechts­si­cher vor?

Wann Mahn­kos­ten über­haupt anfal­len dür­fen
Recht­lich ent­schei­dend ist der Zeit­punkt: Ver­zug tritt erst mit Zugang der ers­ten Erin­ne­rung bzw. Mah­nung ein. Die ers­te Zah­lungs­er­in­ne­rung bzw. Mah­nung, die den Schuld­ner in Ver­zug setzt, darf daher kei­ne Mahn­kos­ten ent­hal­ten. Erst ab der zwei­ten Mah­nung kön­nen Ver­zugs­schä­den gel­tend gemacht wer­den.

Die 2,50-€-Grenze: Was Gerich­te akzep­tie­ren
In der Pra­xis set­zen vie­le Gläu­bi­ger höhe­re Pau­scha­len an. Doch Vor­sicht: Im Kla­ge­fall wer­den Beträ­ge über 2,50 € pro Mah­nung regel­mä­ßig gestri­chen. 

Pra­xis­tipp: So ver­mei­den Sie Fall­stri­cke

  • Ers­te Zah­lungs­er­in­ne­rung bzw. Mah­nung: Kei­ne Kos­ten anset­zen – der Schuld­ner befin­det sich noch nicht im Ver­zug.
  • Fol­ge­mah­nun­gen (wir emp­feh­len eine zwei­te und drit­te Mah­nung): Maxi­mal 2,50 € pro Mah­nung ver­lan­gen, um im Streit­fall auf der siche­ren Sei­te zu sein.
  • Kla­re Fris­ten und ein regel­mä­ßi­ger Mahn­lauf erhö­hen die Durch­setz­bar­keit Ihrer For­de­run­gen.

Natür­lich kön­nen Sie auch höhe­re Pau­scha­len ver­lan­gen, die in der Pra­xis auch meist von den Schuld­nern bezahlt wer­den. Sie soll­ten jedoch im Hin­ter­kopf behal­ten, dass die­se vor Gericht dann ggf. kei­nen Bestand haben wer­den.

Fazit: Ein durch­dach­tes Mahn­we­sen spart nicht nur Ärger, son­dern auch Geld. Set­zen Sie auf kla­re Regeln – und ver­mei­den Sie so unnö­ti­ge Kür­zun­gen im Gerichts­ver­fah­ren.

Ger­ne unter­stüt­zen wir Sie bei der Über­prü­fung Ihrer Mahn­ab­läu­fe oder der rechts­si­che­ren Gestal­tung Ihres For­de­rungs­ma­nage­ments.

Bei Fra­gen rund um das For­de­rungs­ma­nage­ment kön­nen Sie sich jeder­zeit an Ihre Ansprech­part­ne­rin wen­den:

Frau Solv­eig Gluth       
Tel. 08841 67697–250
solveig.gluth@dr-schauer.de

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bettina.lindermaier@dr-schauer.de